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GAYLE TUFTS

gayle2008

“Wenn Leute mich fragen, warum ich nach Deutschland gekommen bin, antworte ich meistens: ‘Zufall.’ Aber nach fünfzehn Jahren glaube ich an keinen Zufall mehr, in the big, kosmische Sinn. Ich habe eine andere Antwort: Bier. Irgendwo, sehr tief in meinen Wurzeln, fließt Bier.” (Intro aus “MISS AMERIKA”, 2006)

GAYLE TUFTS ist Autorin, Sängerin und Stand-up Comedian und vereint in ihrer Arbeit mindestens zwei Sprachen und verschiedenste Genres zu einer einzigartigen Bühnenpräsenz.

Seit 1991 lebt sie fest in Berlin und hat in dieser Zeit eine einzigartige Karriere gemacht. Sie ist viel mehr als die Erfinderin des Dinglish, der neuen Weltsprache, die jeder verstehen kann. Mit 15 erfolgreichen selbst geschriebenen, selbst produzierten Bühnenshows, Gastrollen in Musicals und Theaterstücken, und zahlreichen Auftritten im TV und Radio, ist sie eine der herausragenden Beobachterinnen Deutsch-Amerikanischer Verhältnisse und Botschafterin zwischen beiden Ländern. Sie ist die personifizierte „MISS AMERIKA“, eine Brückenbauerin zwischen zwei Welten.

Zur Leipziger Buchmesse im März 2006 erschien ihr zweites Buch ”MISS AMERIKA” im Gustav Kiepenheuer Verlag (ISBN 3-378-01080-0) und das gleichnamige, selbst gelesene Hörbuch (ISBN 3-89813-520-9) im Audio Verlag. Die anschließende Lesetour in 06/07 führte sie durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Gayle Tufts’ Arbeit basiert auf der amerikanischen Tradition des “Storytelling”, die auch in vielen anderen amerikanischen Kunstformen ihren Ausdruck findet, wie zum Beispiel im Blues, im Jazz, im HipHop oder der Stand-Up Comedy. “Storytelling” war (und ist) ein Überlebensmittel als Neuankömmling in einer Emigranten-Nation, wie die USA sie ist. Es ist wichtig, die eigene Geschichte zu erzählen, um die persönliche Geschichte, Identität und Kreativität nicht zu verlieren. Gayle Tufts nutzt die Möglichkeiten des “Storytelling” in ihren Monologen und Liedtexten und mischt sie mit klassischen Elementen des Amerikanischen Showbiz mit Glamour, großer körperlicher und stimmlicher Präsenz und einem sehr genauen Timing. Aus diesen Zutaten, einer großen Portion Humor und genau-absurden Alltagsbeobachtungen kreiert sie ihre eigenen Bühnenshows – voller Qualität, Menschlichkeit und Optimismus.

Sie wurde 1960 in Brockton, Massachusetts geboren und erhielt ihre Ausbildung am New York University’s Experimental Theatre Wing (Schauspiel, Tanz, Gesang, Theaterwissenschaft). In New York arbeitete Tufts u.a. mit den Regisseurinnen Anne Bogart und Yoshiko Chuma, den Schriftstellern Nicky Silver und Ain Gordon, dem Choreograf David Gordon und dem Komponisten Phillip Glass.

Tufts kommt erstmals 1984 nach Berlin. 1986 tourt sie als Backupsängerin für Max Goldt und Foyer des Arts. Sie arbeitet mit der Tanzfabrik Berlin als Performerin, Regisseurin (mit Dieter Heitkamp) und Lehrerin von 1988-94. Tufts lebt seit 1991 in Berlin.

Seit 1991 produzierte sie 15 eigene Bühneshows. In 6 Produktionen stand sie mit Sänger und Komponist Rainer Bielfeldt auf der Bühne. Mit ihm veröffentlichte sie vier CD`s und schrieb Bühnenmusiken für die “Komische Oper Berlin” und die “Rotterdam Dance Group” (Holland).

1998 erhielt sie den Kritikerpreis der Berliner Zeitung.

Tufts’ erstes Buch “Absolutely Unterwegs – Eine Amerikanerin in Berlin” erschien 1998 im Ullstein Verlag. Ihre Artikel erschienen in der Süddeutschen Zeitung, Die Zeit, Tagesspiegel, Max und Amica. Sie war zwei Jahre Kolumnistin der Wirtschaftszeitung “Handelsblatt” und erklärte in ihren 14-täglichen Beiträgen die Eigenarten der amerikanischen Kultur.

März 2001 bis September 2006 hatte Gayle Tufts ihre eigene wöchentliche Radio-Kolumne “Gayle’s Woche” auf Radio Multikulti, RBB (freitags um 7:40 Uhr).

2001/02 spielte Tufts (zusammen mit Dirk Bach und Ralph Morgenstern) in Disney’s “Der Glöckner von Notre Dame” im Stella Musical Theater die Gastrolle der Wasserspeierin Loni. In der Regie von Adriana Alteras spielte sie die Berliner Premiere von Eve Ensler’s “Die Vagina Monologe”. Ferner war sie für ein Semester Gastdozentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin im Bereich Jazz/Pop/Chanson.

2002 und 2003 war sie Gastgeberin und Mitautorin der Weihnachtsrevuen im Berliner Friedrichstadtpalast – Europas größtes Revuetheater – “Jingle Bells 2002 – Gayle im Wunderland” und “Jingle Bells 2003 – …und Wunderland ist überall”.

Von 2003-2005 präsentierte sie ihre monatliche “Fernsehshow ohne Fernsehkameras” HAPPY HOUR im Berliner Quatsch Comedy Club. Eine live Talk Show mit einer Mischung aus Spiel, Spass und etwas zu gewinnen. Mit dabei: der Berliner DJ D. Light als Live-DJ, wechselnde prominente Special Guest Stars (u.a. Barbara Schöneberger, Dirk Bach, Bastian Pastewka, Chris Howland und der Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit), musikalische Kollegen und ein Held oder eine Heldin des Monats.

Sie ist gern gesehener Gast in vielen “echten” TV Shows, u.a. Genial Daneben, Quatsch Comedy Club, Blond am Freitag, Johannes B. Kerner, NDR Talkshow, MDR Riverboot, u.v.a.

2004 bittet sie das Goethe-Institut am Wettbewerb „Das schönste Deutsche Wort“ teilzunehmen. Mit ihrem Vorschlag „Liebe“ landet sie in der Endauswahl. Nachzulesen im gleichnamigen Buch.

Im April 2004 hat ihre neue Solo-Show “Soul-Sensation” in Berlin Premiere. Sie erzählt ihre Biografie anhand ausgewählter Soul-Songs – von den Supremes bis zu Bert Kämpfert. Sie arbeitet zum ersten Mal mit dem von ihr eigens zusammengestellten 11-köpfigen „Soul Sensation Orchestra“ unter der Leitung von Michael Dixon (Professor der UDK Berlin, u.a. Dirigent der europäischen Uraufführung von „Cats“).

Die Show wird Sommer 2005 im Rahmen der Sommernachtskonzerte von Radio1 und im September 2006 von 3sat aufgezeichnet.

2005 schreibt und produziert sie ihre erste eigene Weihnachtsshow „White Christmas“, die im November im TIPI, Berlin in eigener Regie Premiere feiert. Die Show wird 2005 von Radio Multikulti aufgezeichnet und erscheint im Oktober 2006 als Livemitschnitt im Audio-Verlag auf CD.

Auch 2006 spielt sie wieder eine eigene Weihnachtsshow: “White Christmas Again“. Premiere am 25.11.06 im TIPI, Berlin.

Seit 2006 ist sie Botschafterin der „You can talk“-Kampagne des Schulbuchverlages Diesterweg. Mehrere ihrer Texte und Interviews sind in Unterrichtsmaterialien verschiedener Verlage für den Englischunterricht enthalten.

Gayle Tufts unterstützt mehrere gemeinnützige Projekte. Sie ist Schirmherrin des Vereins „Hunde für Handicaps“ und der Berliner Academy, ein Jugend-Projekt der GASAG. Außerdem ist sie Mitglied des Vereins „Kinderleben“ zur Unterstützung eines Kinder-Krebskrankenhauses in Berlin.

(Quelle: www.gayle-tufts.de)

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