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Tag: presse

Pressezitate

by Hanna on Jan.28, 2009, under Shows

“… eine geballte Ladung stimmlicher und tänzerischer Präsenz … In Sachen perfekt getimtes Entertainment mit Herz, Hirn und Groove ist die fast eingebürgerte Alliierte unschlagbar.” Gerd Hartmann, zitty

“Die kurzweilige Show ist purer Spaß. … (sie) brilliert in Sachen Kuschel- und Glam-Rock. … Wunderbar.” Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost

“Gayle Tufts hat eine echte Rock-Röhre, kann aber auch sehr zarte Töne anschlagen.” Ulf Drechsel, Kulturradio

„… die liebenswerteste Botschafterin, die sich der Broadway denken kann.“ Berliner Zeitung

„Die Frau ist pures Dynamit, eine geballte Ladung Frohsinn, ausgestattet mit einer begnadeten Stimme. Sie verfügt über ein waffenscheinpflichtiges Mundwerk, sprühenden Wortwitz, eine üppige Portion Selbstironie und hat auch den Rhythmus im Blut. Entertainerqualitäten, die hiesige Showbiz-Größen alt aussehen lassen.” Frankfurter Rundschau

„… die richtige Stimme für die ganz großen Nummern.” Der Tagesspiegel

„Die stimmgewaltige Entertainerin rockt das Haus. … Ein Abend, der gute Laune macht und beschwingt in die Nacht entlässt.” TIP

„Die quirlige Entertainerin Gayle Tufts ist das schönste Geschenk, das New York Berlin machen konnte. Wer sie nicht liebt, hat weder Herz noch Ohr.” BZ

„… eine richtig starke Stimme.“ Kai Schmidt, Hamburger Morgenpost

„Gayle Tufts is (and shall remain) the best reason ever to become an ex-patriot. She is not only our country’s ambassador of love and wit, but Germany’s best reason to laugh. A marvel.“ Hilton Als, The New Yorker.

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Pressestimmen III (Gayle Tufts rockt!)

by Hanna on Jan.28, 2009, under Shows

gayle_rockt1Berliner Morgenpost, Alexandra Bülow
10. Juli 2008

Wie Gayle Tufts in Deutschland rockt
Eine passende Berufsbezeichnung für Gayle Tufts zu finden, ist nicht leicht. Die “Dinglish”-Erfinderin sieht sich selbst am ehesten als Entertainerin. Aktuell kann man dies in ihrem neuen Programm “Gayle Tufts rockt!” überprüfen. Für die gebürtige Amerikanerin beginnt mit der Show die zweite Pubertät.

So! Zwei Buchstaben, die zusammen ein äußerst bedeutungsvolles Wort ergeben. Findet jedenfalls Gayle Tufts. So! Zackig, unbeugsam, wie ein inneres Ärmelaufkrempeln. „Ein solches Wort haben wir im Englischen nicht. Wir haben ‚let´s go!’ oder ‚here we go!’ Aber das kann man mit dem kurzen und pragmatischen ‚So!’ nicht vergleichen. Jemand kann eben noch am Boden zerstört gewesen sein, dann steht er mit einem ‚So!’ auf. Ich finde das großartig. Das ‚So!’ ist für mich die Essenz der deutschen Seele.“

Als Fußnote: Tatsächlich, nachdem die amerikanische Entertainerin das deutsche So! beschrieben hat, bemerkt man erst, wie oft die Deutschen dieses Wort sagen. Und noch einmal tatsächlich: Wer So! sagt, ist vielleicht betrübt oder fühlt sich unwohl, doch das Wort hat etwas Zupackendes, etwas, das jemand sagt, der aufsteht. Komisch, darüber hätte man sich eigentlich nie Gedanken gemacht…

Genau dieser Satz flitzt einem öfter durch den Kopf, wenn man in einer Show von Gayle Tufts sitzt. Fröhlich, beschwingt, manchmal nachdenklich, oft entnervt, doch immer liebevoll erzählt die Amerikanerin von ihrem eigenen Land, von ihrer neuen Heimat – Deutschland – und von ihren Erlebnissen mit beiden Kulturen. Aktuell kann man an diesen Gedanken in Gayle Tufts neuem Programm „Gayle Tufts rockt!“ teilhaben, mit dem sie noch bis zum 3. Juli im „Tipi – das Zelt“ in Berlin auftritt. Danach geht sie auf Tournee.

Die Pubertät im künstlerischen Sinne
Doch natürlich gehört zu einer Show der „Dinglish“-Erfinderin auch Musik und Tanz. Wobei Gayle Tufts bislang mit eigenen Liedern oder den Songs von Rainer Bielfeldt, mit Soul oder mit Weihnachtsklassikern in Verbindung brachte. Sie liebt jede dieser Musikrichtungen, will aber nach zwei Jahren „White Christmas“-Show nicht auf ewig die – Zitat – „alte Weihnachtstante“ sein. Und ihre letzte Show „Soul Sensation“ nennt sie heute ihre „Kindheit“. Jetzt wird sie also erwachsen? „Es ist eher so, dass ich beim abendlichen Soundcheck vor meiner Weihnachtsshow als letztes Lied immer einen Rocksong spielte. So kam die Idee einer Rock-Show“, sagt sie und ergänzt lachend: „Mit dieser Show komme ich jetzt in die Pubertät.“

Und zwar die Pubertät im künstlerischen Sinne. Übersetzt: Aufbruchstimmung. Und die hat Gayle Tufts oft in ihrem Leben gespürt: „Die Zeit als Teenager ist so unglaublich intensiv, alles bedeutet wahnsinnig viel. Und alles ist extremer. Man mag Patti Smith nicht, man liiiiiieeebt sie. Man ist so neugierig, das Herz ist so offen. Alles ist so neu!“ Jaja, als man sooooooooooo schrecklichen Liebeskummer hatte und genau wusste, man würde nie wieder im Leben einen anderen Menschen soooooooooo lieben können… und heute weiß, drei Wochen später sprang man schon wieder heiter durch die Gegend.
Aufbruchstimmung, das verbindet Gayle Tufts aber auch mit ihrem Umzug nach Berlin, als sie als Background-Sängerin für Max Goldt auf der Bühne stand und schließlich in der Stadt blieb. Die neuen Eindrücke, die fremde Sprache, die andere Art zu denken – auch damals war alles neu, doch verstand die Künstlerin diese mal spannenden, mal anstrengenden Momente in ihrem neuen Leben als eine Zeit, die sie voranbrachte, die ihr viel gab. Ebenso wie die Zeit ihrer Ausbildung in New York Ende der 1970-er, Anfang der 1980-er. Die Zeit der Talking Heads, von Blondie, von Elvis Costello. So viele prägende Momente im Leben. „Wenn wir ein bestimmtes Lied hören, dann wissen wir doch heute noch, wo wir dieses Lied mit wem gehört und wie wir uns gefühlt haben. Und die Texte drücken so sehr aus, was man selber fühlte und meinte. Als wäre die Zeit nicht vergangen.“

Gayle Tufts, Peter Maffay und das Publikum
Und genau dies erkennt die Künstlerin jeden Abend auf der Bühne, wenn sie Lieder von David Bowie oder von Iggy Pop anstimmt. „Ich würde so wahnsinnig gern eine Riesenleinwand haben, die die Augen der Menschen im Publikum zeigt. Sie sollten sehen, was in ihren Augen passiert, wenn sie Musik aus ihrer Jugendzeit hören“, sagt Gayle Tufts. Allerdings erst, wenn sie die Musik HÖREN. Denn wenn Rockerin Tufts zunächst einmal das Stichwort „Kuschelrock“ in die Runde wirft, winken einige ab oder nölen ein belustigtes „Och, nööööö…“. Und dann beginnen die ersten Takte von „Purple Rain“… Gayle Tufts: „Es ist ein Erlebnis, dann in die Gesichter, in die Augen der Menschen zu sehen. Ich sehe da auch Tränen, wenn die Erinnerungen hochkommen.“ Ähnlich ist es auch, wenn das Publikum den Namen Peter Maffay von Gayle Tufts hört. Da denkt gleich jeder, die Amerikanerin würde jetzt eines seiner Lieder kräftig verulken. Dann singt sie „So bist du“, wunderbar arrangiert vom musikalischen Leiter Bene Aperdannier, und wieder beginnt die Reise zurück in die Jugendzeit.
Diese Gefühle, die Gayle Tufts jeden Abend bei ihrem Publikum entdeckt, nennt sie
„Moleküle im Raum verändern“. Sie will bewegen. Jede Generation. „Ich will zeigen, dass wir genauso viel Idealismus und Schwung haben wie damals als Teenager. Vergesst die Gefühle von damals nicht, unsere Ideale sind immer noch da und als Erwachsene sind wir jetzt dran, etwas zu bewegen und uns einzusetzen. Aber vergesst darüber nie den Spaß. Feiert, seid lustig und macht doch ab und zu mal etwas Verrücktes. Schwangerschaftsstreifen oder Steuerprüfung sind nicht alles im Leben. Da ist mehr. Put on the record and play it loud!“

Entsprechend will sie auch den Titel ihres Programms verstanden wissen. Der meint nämlich auch: Gayle Tufts rüttelt euch auf! Dass sie selbst als leuchtendes Beispiel voran geht, versteht sich von selbst. Mit ihren Sängern springt sie einmal die Woche sehr ausgelassen durch ihre Garderobe, „dann tanzen wir nackt. Und ich habe aufgehört, mir Gedanken zu machen, dass meine Kollegin so einen jungen, bildschönen, knackigen Körper hat. Wir tanzen einfach. Verrückt? Ja, aber genau das braucht man nun mal auch.“ Weg mit den Schubladen im Kopf, weg mit den Konventionen à la „das macht man doch nicht“. Es tut niemandem weh, also warum dann nicht?

Eine passende Berufsbezeichnung
Schubladendenken ist neben einem „So!“, Hausschuhen, Brot – „die Deutschen und Brot, eine Jahrhundertliebe. Gib ihnen ein Stück Pumpernickel und sie sind glücklich“ – und dem Bedürfnis, „mal eben Luft schnappen zu gehen“ für Gayle Tufts auch etwas sehr Deutsches. So mühen sich einige Medien, für die amerikanische Künstlerin eine passende Berufsbezeichnung zu finden. Sängern? Autorin? Regisseurin? Dinglish-Erfinderin? Comedian? Entertainerin?

„Auch diese Begriffswahl zeigt, dass man jemanden in eine Schublade steckt. Ich selbst habe mich nie als Comedian gesehen. Comedy ist in Deutschland noch recht jung, und auch Fernsehen mit den vielen Programmen ist hier, verglichen mit Amerika, noch neu. Es entwickelt sich noch. Ich finde, Comedy ist hier noch ein recht männlicher Beruf. Auch die Frauen in dem Bereich sind recht herb und müssen sich gegen die männliche Konkurrenz durchsetzen. Ich sehe nur wenige sehr weibliche Comedians.“

Gayle Tufts selber sieht sich am ehesten als Entertainerin, wenn dieser Begriff für viele Menschen auch etwas Biederes hat. Doch schließlich meint dies die Tradition des Künstlers, der singt, tanzt, spricht, schreibt. „Bette Midler ist mein Vorbild. Oder auch Shirley Mac Laine. Sie sind Allrounderinnen. Und Vollweiber“, sagt Gayle Tufts. Ihre Beine liegen auf der Ledercouch, die hübsch rot lackierten Zehen sind zu den Schienbeinen gezogen und die Waden gedehnt. „Wir tanzen jeden Abend so sehr, dass die Beine schon einmal wehtun und ich sie rechtzeitig warm machen muss für den Auftritt“, dann schaut sie auf die Uhr, steht auf, wuschelt sich einmal durch die Haare, strahlt und sagt „So!“

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Pressestimmen II (Gayle Tufts rockt!)

by Hanna on Jan.28, 2009, under Shows

gayle_rockt2Kulturradio am Morgen, Ulf Drechsel, 08.05.2008

TIPI: “Gayle Tufts rockt”
Die 1960 in Brockton, Massachusetts geborene Gayle Tufts liebt Deutschland, das ist ganz eindeutig. Sonst würde sie sicher nicht schon seit 1991 in Berlin ihren Wohnsitz haben – länger lebte sie noch nie an einem Ort!

Gayle Tufts liebt auch Rockmusik. David Bowie (auch er hat eine Berlin-Linie) und Led Zeppelin prägten sie während ihrer Pubertät. All das zieht sich wie ein roter Faden durch ihre inzwischen 13. Bühnenshow, Gayle Tufts rockt. Rock schließt aber auch Kuschelrock ein und eigentlich ist knapp die Hälfte der Songs in der Show doch eher Pop als Rock. Aber das ist fast unwichtig.

Gayle Tufts hat eine echte Rock-Röhre (Whole Lotta Love), kann aber auch sehr zarte Töne anschlagen (Wake Me Up When September Ends). Die Songs wurden wunderbar vom Musikalischen Leiter, dem Pianisten Bene Aperdanier neu arrangiert. Aus Peter Maffay’s Schnulze So bist Du macht er ein süßes Balladen-Juwel!

Die beiden Tänzer/Backgroundsänger, Jeanette Claßen (vor allem sie!!!) und Steven Seale überzeugen absolut – auch in ihren kurzen Solo-Gesangs-Parts.

Von ihrer Tanzausbildung kann Gayle Tufts noch etliches mühelos abrufen. Die anspruchsvolle Choreographie meistert sie hervorragend. Wenn sie nicht tanzen darf, hoppelt sie allerdings eher wie eine Spitzentänzerin mit kleinen Schritten über die Bühne. Zwischen den Songs erzählt sie – wie immer in ihren Programmen – Geschichten. Skurrile, komische, politische.

Man erfährt viel aus ihrer (Berlin-) Biographie und über ihre Sicht auf die Deutschen und ihre Sprache (Stichworte: Schatz; so; Brot). Aber das Vergnügen, diese Geschichten zu hören, muss man sich selbst bereiten…

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Pressestimmen I (Gayle Tufts rockt!)

by Hanna on Jan.28, 2009, under Shows

Der Tagesspiegel, Udo Badelt, 9.5.2008

Gutes Brot gibt’s nur in Deutschland

Ehrenbürgerin Gayle Tufts? Keine schlechte Idee – findet sie und macht dem Regierenden im Publikum schöne Augen. Nach 17 Jahren in Berlin und 13 Bühnenshows verkörpert die amerikanische Entertainerin geradezu die Internationalität dieser Stadt. Mit ihrer neuen Show „Gayle Tufts rockt!“ will sie im Tipi zeigen, dass sie auch zu härteren Tönen fähig ist. Es ist ein Ausflug, eine Rückkehr in die Zeit, als sie Stunden damit verbrachte, die LP-Cover ihrer Idole David Bowie, Sting oder Led Zeppelin anzustarren („Versuchen Sie das mal mit einer CD oder einem iPod!“). Gayle Tufts ist dabei so empathisch und liebenswürdig wie immer.

Im schwarzen Kleid mit goldenem Gürtel sieht sie aus wie eine Hippie-Mama, unter Einsatz ihrer Körperfülle tanzt sie in perfekt austarierter Choreographie mit ihren Tanzpartnern Jeannette Claßen und Steven Seale, die ein guter Griff sind. Sie plaudert in bewährtem Dinglish über Berlin als Work in Progress, dass sie manchmal schreiend vom Alex nach Zehlendorf rennen könnte, und über die Deutschen („Du kannst ihnen die schönsten Orte zeigen, sie sagen doch immer wieder: Ja, aber es gibt kein gutes Brot“). Eine richtige Rockröhre hat sie nicht, dazu ist ihre Stimme doch zu sanft und hell, aber die Show funktioniert. Und für den richtigen Sound sorgen sowieso die Bandmitglieder (Leitung: Bene Aperdannier). Die Ehrenbürgerwürde dürfte näher rücken.

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